Präsidentin Carola Veit eröffnet Ausstellung „Flucht ins Ungewisse“ im Rathaus

Präsidentin Carola Veit hat anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung die Ausstellung „Flucht ins Ungewisse – Hamburger Persönlichkeiten im Exil“ im Rathaus eröffnet. Die Ausstellung porträtiert 22 Politikerinnen und Politiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturschaffende, die während des Nationalsozialismus aus Hamburg ins Exil fliehen mussten – insgesamt flüchteten zwischen 1933 und 1939 bis zu 10.000 Männer, Frauen und Kinder aus der Hansestadt ins Ausland.

„Wir erinnern an das Schicksal und Wirken der Menschen, die während der NS-Zeit aus ihrer Heimatstadt Hamburg fliehen mussten. Ihre ganz persönlichen Geschichten halten die Mahnung wach, dass unsere historische Verantwortung nicht abläuft, sondern immer währt“, sagt Präsidentin Veit. „Angesichts der vielen Menschen, die auch heute in unserer Stadt im Exil leben, weil sie vor Hunger, Verfolgung und Krieg geflohen sind, ist die Ausstellung eine Aufforderung, Hass und Intoleranz etwas entgegenzustellen, nämlich Solidarität, Empathie und Demokratie.“

Auch Herbert Weichmann musste aus Hamburg fliehen. Er wurde als Jude und Sozialdemokrat von den Nationalsozialisten verfolgt. 1933 ging er mit seiner Frau Elsbeth zunächst nach Paris, dann nach New York ins Exil. 1948 kehrte er nach Hamburg zurück, wo er von 1965 bis 1971 Erster Bürgermeister war. Elsbeth Weichmann folgte ihm 1949 zurück in die Heimat. Von 1957 bis 1974 war sie Abgeordnete der SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie trat für die Förderung von Kultur ein und initiierte in der Hansestadt die erste Verbraucherzentrale Deutschlands. Neben den Weichmanns werden unter anderem die Exilschicksale des Ersten Bürgermeisters Max Brauer, des Intendanten des Deutschen Schauspielhauses Peter Zadek, der Kunsthistorikerin Rosa Schapire und des Schriftstellers Georges Arthur Goldschmidt, dem einzigen noch lebenden Porträtierten der Ausstellung, vorgestellt.

Dr. Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Herbert und Elsbeth Weichmann Stiftung und der Körber Stiftung, sagt: „Vor dem Hintergrund heutiger Erfahrungen von Ausgrenzung und Verfolgung möchten wir mit der Ausstellung eine Brücke in die Vergangenheit schlagen, um Kontinuitäten der Exilerfahrung aufzuzeigen und die historische Verantwortung Deutschlands als Exilland bewusst zu machen.“

Die Ausstellung von Bürgerschaft, Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung und Körber-Stiftung ist bis zum 26. November in der Rathausdiele zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 7 bis 19 Uhr, Samstag: 10 bis 18 Uhr, Sonntag: 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Einladung: Kunst in der Fraktion – FREISTIL – KUNST IM ÖSTLICHEN BEZIRK DER HANSESTADT

Die SPD Bürgerschaftsfraktion lädt in ihrer Reihe KUNST IN DER FRAKTION herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung

FREISTIL – KUNST IM ÖSTLICHEN BEZIRK DER HANSESTADT
Donnerstag, 21. November 2019
19.00 Uhr
Hamburger Rathaus
SPD-Bürgerschaftsfraktion (3. Stock).

Mit Janus Hochgesand, Farideh Jamshidi, Franz Kraft, Hilke-Ev Krögler, Jutta Konjer, Francoise Le Boulanger, Wittwulf Y Malik, Rolf Naedler, Peter Schindler, Janina SantaMarina, Britta Wiesenthal.

BEGRÜSSUNG
Gabi Dobusch – Vorsitzende des Kulturausschusses
Isabella Vértes-Schütter – Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion

EINFÜHRUNG
Thomas Sello – vorm. Hamburger Kunsthalle

FREISTIL – Der Titel der Ausstellung deutet auf die unterschiedlichen ästhetischen Ansätze hin, die die Arbeiten der Künstlergemeinschaft bestimmen – von minimal über konstruktivistisch bis expressiv-informell. Freistil steht also für die Vielfalt zeitgenössischen Kunstschaffens.
Aktuell arbeiten zwölf Künstlerinnen und Künstler im Künstlerhaus Bergedorf. Zehn Wohnateliers bieten Künstlerinnen und Künstlern eine dauerhafte Bleibe – eine Besonderheit des Hauses. In Eigeninitiative der Bewohnerinnen und Bewohner ist außerdem eine 170 qm große Galerie entstanden. Jährlich finden hier acht bis zehn Ausstellungen statt.
Das Haus an der Bille lässt in seinem Erscheinungsbild, der Lage und dem Umfeld heute noch seinen Ursprung erahnen. Erbaut wurde es Ende des 19. Jahrhunderts, als eines von vier großen Hotels mit Gartenwirtschaft – in die zwischen 1880 und 1914 „tausende von Besuchern aus Hamburg und den umliegenden Örtern zusammenströmen“, wie es in einer zeitgenössischen Schilderung heißt. Das Ausflugsziel, sei „ausgezeichnet durch Klima, schöne Lage und Umgebung“, eine Bewertung, der auch heutige Gäste zustimmen.
Rund 100 Jahre später, 1991, kaufte ein Bergedorfer Unternehmer den Komplex und baute ihn auf Anregung des einflussreichen Pädagogen Klaus Ecker, der sich in Hamburg um die Förderung der bildenden Kunst verdient gemacht hat, zum Künstlerhaus um. In Bergedorf entstand das erste Künstlerhaus Hamburgs, das überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde. 500.000 DM investierte die Stadt in die Sanierung des Gebäudes, Sponsoren aus Bergedorf steuerten weitere 300.000 DM bei.

Die Ausstellung kann im Anschluss noch bis zum 10. Januar 2020, montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.
Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail: info@spd-fraktion.hamburg.de

Sanierungsarbeiten in der Mönckebergstraße: Neue Busführungen testen

Der Trägerverbund Innenstadt hat bekannt gegeben, sich dafür einzusetzen, dass Busse des HVV für die Dauer der U3-Sanierungsarbeiten aus der Mönckebergstraße verlegt werden.

Es ist grundsätzlich gut, dass die Sanierungsarbeiten der U3 und die damit verbundene Teilsperrung der Mönckebergstraße dazu genutzt werden, einzelne neue Busführungen außerhalb der Mönckebergstraße zu testen. Dabei können die Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Innenstadt durch den Busverkehr und eine alternative Nutzung des Straßenraums geprüft werden. Bei einer völligen Herausnahme des Busverkehrs während der Sanierungsarbeiten an der U3-Strecke wäre die Mönckebergstraße 14 Monate durch kein öffentliches Verkehrsmittel mehr angebunden. Es ist daher genau zu prüfen, inwiefern gerade mobilitätseingeschränkten Fahrgästen Nachteile aus einer veränderten Busführung entstehen können. Es müssen alle Menschen in der Stadt im Blick bleiben.

Straßenzustandsbericht: „Die ‚Schlaglochhauptstadt‘ ist Geschichte“

Auf der Landespressekonferenz hat der Senat den neuen Straßenzustandsbericht für Hamburg vorgestellt. Demnach konnte durch das rot-grüne Erhaltungsmanagement eine deutliche Verbesserung des Gesamtzustandes der Straßen erreicht werden. Das selbstgesteckte Ziel, jährlich 100 Kilometer Fahrstreifen zu sanieren, wurde deutlich übererfüllt. Allein in den Jahren 2018 und 2019 wurden 361 Kilometer Fahrstreifen saniert.

Vor 2011, unter dem CDU-geführten Senat, war Hamburg bundesweit als „Schlaglochhauptstadt“ bekannt. Der aktuelle Straßenzustandsbericht zeigt, dass dieser Titel Geschichte ist. Mit Übernahme der Regierungsverantwortung wurde gegengesteuert und der zunehmende Verschleiß der Infrastruktur aufgehalten. Die deutliche Verbesserung von Hamburgs Straßen ist dem systematischen und konsequenten Handeln des Senats zu verdanken. Weil im Zuge der Sanierungen nicht nur Straßen, sondern auch Geh- und Radwege saniert werden, profitieren von der Sanierungsoffensive alle Hamburgerinnen und Hamburger. Es ist gut, dass der Senat parallel zur Erneuerung der Straßen auch die Baustellenkoordination angegangen ist.

Eine Million Jobs: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreicht Höchststand

In Hamburg sind erstmals über eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das teilte die Agentur für Arbeit mit. Der neue Höchststand zeigt, dass die konsequente Hamburger Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik Früchte trägt. Immer mehr Menschen finden in Hamburg Arbeit. Von diesem Trend der letzten Jahre profitieren auch arbeitslose Menschen in Hamburg. Zugleich sorgt die Politik der „Guten Arbeit“ mit Mindestlohn, Reduzierung von Befristungen und Leiharbeit sowie der Förderung der Tarifbindung für gute Arbeitsbedingungen. Zusätzlich zur zunehmenden Beschäftigung ist der Fachkräftebedarf in Hamburg nach wie vor hoch: Durch den demographischen Wandel, Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung verändern sich nicht nur der Bedarf an Arbeitsplätzen, sondern zunehmend auch die Berufsinhalte.

Die Politik des SPD-geführten Senats in Hamburg wirkt und schlägt positiv auf den Hamburgischen Arbeitsmarkt durch. Qualifikation ist der Schlüssel für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Daher werden auch in Zukunft Menschen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt und viel Geld in die Hand genommen, um eine passgenaue Qualifizierung und gute berufliche Weiterentwicklung zu ermöglichen. Mit dem neuen Qualifizierungschancengesetz wurden zudem die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Unternehmen und Betriebe die berufliche Weiterbildung während des Erwerbslebens ebenfalls als Kernaufgabe begreifen.

Untersuchung von 270.000 Bestandsmieten: „Studie belegt Bedeutung von städtischem, genossenschaftlichem und sozialem Wohnungsbau“

Die Hamburger Wohnungswirtschaft (BFW Nord, Grundeigentümer-Verband Hamburg, IVD Region Nord und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen) hat eine umfangreiche unabhängige Studie des Center for Real Estate Studies vorgestellt, in deren Rahmen insgesamt 270.000 Bestandsmieten in Hamburg analysiert wurden. Demnach liegt die Durchschnittsmiete der in der Studie untersuchten Wohneinheiten in Hamburg bei 8,21 Euro. Die Studie der Wohnungswirtschaft belegt, dass dem städtischen, genossenschaftlichen und sozialen Wohnungsbau in Hamburg nach wie vor eine besondere Bedeutung bei der Entspannung des Wohnungsmarktes zukommt.